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Donnerstag, 1. Januar 2015

01.01.2015 "Absturz Pt.1"

Ich glaube ich bin noch nie in meine Leben so schlecht aufgewacht. Kopfschmerzen bis zum geht nicht mehr und die Feststellung – ich weiß einfach gar nichts mehr von gestern! - Nun gut, so schlimm kann es schon nicht gewesen sein, erstmal Wasser trinken. Nein, auch keine Gute idee. Kids wenn ihr so viel getrunken habt dass ihr zusammenbricht und eure Freunde schon den Kranknewagen rufen wollen, dürft ihr am nächsten Morgen auch kein Wasser trinken, es kommt nur wieder raus. Gut als ich Nachmittags eine Stunde nicht mehr kotzen musste, bin ich das erste mal wieder zu den anderen. (Keine Angst, ich habe keine schlechten Freunde, sie haben natürlich immer wieder reingeschaut ob alles okay ist) Ich hatte immer noch keine Ahnung was passiert ist, also schien mir das schlauste einfach mal in mein Handy zuschauen, natürlich hab ich als erstes die Nachrichten mit meinem Ex gelesen.. Okaaay komisch? Aber noch komischer war, dass mich der Kumpel von meiner Freundin die ganze Zeit so komisch angestarrt hat. „OKAY. WAS?! Ja ich seh fertig aus, deswegen musst mich nicht so anstarren, du siehst auch nicht besser aus?“ - „Nein, Nein. Deswegen ist es nicht. Hast du schon mit deinem Freund geschrieben? Hast du ihm das von uns erzählt?“ Okay. Ich habe also mit einem 22 Jährigen rumgemacht, wir lagen zusammen in meinem Bett aber wie viel genau da lief wollte ich dann doch nicht nachfragen, davor hatte ich zu große Angst. Gott Sei Dank, ist dann auch ziemlich schnell eine Freundin gekommen. „Alles klar? Wie geht’s deinem Kopf. Ist ja ne ziemliche Beule geworden..“ Von ihr erfuhr ich dann dass ich auf dem Klo zusammengebrochen bin und sie mich dann auch noch umgezogen hat, da ich vollgekotzt war und ich das selbst nicht mehr geschafft habe.. „Du weißt nicht zufällig was mit Schatz war?“ - „ Nein tut mir leid. Ich weiß nur dass ihr euch extremst gestritten habt. Und er dann fluchend abgehauen ist und du in dein Zimmer gerannt bist“ Das waren mir dann doch zu  viele Infortmationen, also hab ich das erste mal getraut in das Klo zu schauen, da war bestimmt niemand der mich nerven konnte. Das kann doch alles nicht sein! Es war doch erst noch alles gut? Schatz und ich waren doch in einer guten Beziehung? Also fing ich an meine Kotze von dem Spiegel, von der Wand und von der Tür zu putzen und überlegte was alles war. „Na, scheiße war ich Betrunken“ Toll, mein Ex hat mir jetzt gerade noch gefehlt, aber ich freute mich, er hat von einer Beziehung geredet. ER VON EINER BEZIEHUNG. Aber ich hab mit einem 22 Jährigen rumgemacht? Also beschloss ich ihm von dem Abend zu erzählen. Er wollte nichts mehr von mir wissen. Ich schaute ob mein Freund schon on war, natürlich, er schrieb mir nicht mehr. Also rief ich meinen Papa an, ich wollte hier nur noch weg.. eine dreiviertel Stunde später war er da, und ich konnte mich erstmal nochmal daheim ins bett legen und schlafen. 

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Ich wünsche euch allen auch noch ein tolles Jahr. Ich hoffe ihr hattet einen tollen Start :) 

Montag, 10. November 2014

Gedanken während der Guten Nacht Kippe.

Seitdem das mit uns eben so ist, wie es ist, bin ich ohne mein Handy noch nervöser, als ich es vorher schon war. Dauernd schleppe ich dieses hässliche Ding mit mir herum, das mehr einem Totschläger als einem Telefon gleicht und warte darauf, dass mein furchtbarer monotoner WhatsApp-Ton losgeht, der mir immer deine Nachrichten ankündigt.

Leider war dieser Ton seit Wochen nicht mehr der Bote für eine Nachricht von dir, weshalb ich jedes Mal auf ihn sauer bin und mein Handy am liebsten weg schmeißen und drauf spucken würde, obwohl es gar nichts dafür kann.

Stattdessen stehe ich mit ihm und einer Zigarette um halb zwei, bei 5  Grad vor der Haustür, puste den Rauch in die Nacht und wünsche mir, dass ich einmal nicht an dich denken müsste. Ich komme gerade von meinem baldigen Freund? Er hat mit heute seine Eltern und seinen Bruder vorgestellt, richtig toll mit Händeschütteln und was eben dazu gehört.. Aber anstatt ich mir mal darüber Gedanken mache, frage ich mich ob du vielleicht auch schon eine neue Freundin deiner Mam vorgestellt hast. Deine Mama hat mich total gemocht, mag sie deine Neue auch? Urgh. Jetzt hab ich doch das was ich will, ich bin kurz vor einer ernsten Beziehung und denke nur an dich. Ich mag nicht mehr an dich denken, doch das ist leider gar nicht so einfach, weil du es dir in meinem Kopf ganz schön bequem gemacht hast und anscheinend so schnell nicht wieder gehen willst. Ich fühl mich schrecklich, ich kann ihm doch nicht so viel vormachen,. es ist wohl mehr als deutlich, dass ich für dich einfach noch viel zu viel empfinde. hm.. Vielleicht machst du deinen neuen Mädels ja auch was vor und denkst insgeheim noch an mich? zumindest hin und wieder?

Aber eigentlich ist er ja auch selbst Schuld, er setzt mich total unter Druck und beschließt die Sachen einfach ohne mich. Er hätte mir doch sagen können, dass er mir seine Familie vorstellen will, dass er den nächsten Schritt wagen will? Hat er nur einmal danach gefragt was ich eigentlich will?

Aber so seid ihr Männer nun mal, eigentlich kann man euch keinen Vorwurf daraus machen, dass ihr so unheimlich trampelig und dumm seid. Dass ihr einfach mal eben so beschließt, ein Herz in euren Besitz zu nehmen und dann bei Lust und Laune den Schwanz einzieht, weil euch "der Kontakt zu kompliziert wird". Nein, eigentlich kann man das nicht und trotzdem könnte ich dir mit steigender Begeisterung mal so richtig in deine besten Stücke treten. So wie du Tag für Tag in mein bestes Stück - mein Herz - trittst und dir dabei bestimmt nichts denkst. Weil du eigentlich nie denkst und nie gedacht hast. Und bestimmt auch nie denken wirst.

Sonntag, 9. November 2014

Du Bist Nicht Er.


Ich werde dich verlassen. Das weiß ich, seit unserer dritten gemeinsamen Nacht, oder war es die zweite? Doch, es war die zweite, die erste zählt nicht, nicht mal geküsst haben wir uns.

Ich werde dich verlassen, weil ich in dieser Nacht kein Auge zu gemacht habe. Neben dir, in diesem fremden Bett, mitten in dieser fremden Wohnung. Es gab keine Möglichkeit zu fliehen, dein Arm lag auf meiner Brust. Hätte ich mich auch nur umgedreht, wärst du wach geworden und hättest mich mit deiner verschlafenen Stimme gefragt, was los sei. Mich dann fest an dich gedrückt und in den Schlaf geküsst. Aussichtslos, also.

Ich starre studenlang diese Wand an, mit Bildernvon dir und deinen Freunden, sie sind mir alle Fremd. Von ihm kannte ich alle Freunde, ja sie waren schon eigentlich alle auch meine Freunde. Ich krieg keine Luft, ich muss aufstehen, sofort. Ich stolper aus dem Bett und noch bevor du überhaupt etwas murmeln kannst, sag ich “Ich muss mal”.

Ich gehe durch deine Wohnung und verschließe jede einzelne Tür, an der ich auf dem Weg ins Bad vorbei gehe. Dein Schlafzimmer, weiter durch dein Wohnzimmer, in deinen Flur und schließlich in dein Bad. Ich atme durch, endlich. Aber hier kann ich nicht bleiben, schließlich ist es dein Bad in deiner Wohnung.

Ich kehre also zurück in dein Schlafzimmer. Ich stelle mich vor dein Bett und beobachte dich. Du siehst so unendlich schön aus im Schlaf, aber mein Herz klopft nicht ganz stark, wie damals als ich ihn angeschaut habe.. Am liebsten würde ich mich hier hinsetzen und dich die ganze Nacht beobachten und darüber nachdenken, aber du wirst wach, vom Knacken der Dielen. “Was ist los?”, fragst du also, mit diesem verschlafenen Kratzen in der Stimme. “kann nicht schlafen”, antworte ich. Du streckst deinen Arm nach mir und deutest damit an, dass ich wieder zu dir ins Bett kommen soll.

Ich kann nicht anders und leg mich wieder zu dir. Du legst den Arm um mich, flüsterst “ich bin doch da, ist alles okay” und erdrückst mich.